Abwasserleitung & Entwässerung

Zuletzt aktualisiert:

Ein funktionierendes Abwassersystem transportiert Schmutzwasser geräuscharm und zuverlässig aus dem Gebäude und schützt das Untergeschoss vor verheerenden Rückstauüberflutungen. Qualifizierte Sanitärinstallateure planen und montieren Gebäudeentwässerungen, Fäkalienhebeanlagen und schallgedämmte Fallstränge nach SIA 181 und SN 592000.

Arbeitssituation für Abwasserleitung & Entwässerung
Die Ausführung erfolgt durch den vermittelten Sanitärbetrieb.
SIA 181 Schallschutz SN 592000 DIN EN 12056 DIN EN 13564 Geberit Silent-db20 Rückstauklappe Hebeanlage

Sanitär-Leistungen im Detail:

  • Schallgedämmte Abwasser-Fallstränge und Etagenleitungen nach SIA 181
  • Montage und Wartung von Rückstauklappen und Rückstauverschlüssen (DIN EN 13564)
  • Einbau von Fäkalien- und Schmutzwasser-Hebeanlagen unterhalb der Rückstauebene
  • Dachentwässerung und Anschluss von Notüberläufen im Flachdachbereich
  • Kombinierte Kellerentwässerung mit Notstrom-Tauchpumpen gegen Grundwassereintritt
  • Geruchsverschluss-Sanierung und Be- und Entlüftung von Fallsträngen

Was kostet eine Abwasserinstallation in der Schweiz?

Richtpreise für typische Arbeiten an Abwasser- und Entwässerungssystemen (Schweizer Kostenübersichten, Stand 2026): • Abwasserrohr pro Laufmeter ersetzen (inkl. Formteile & Schellen): CHF 90 bis 180 pro Meter • Schallgedämmter Fallstrang im EFH ersetzen (über 2 Stockwerke): CHF 2'800 bis 5'500 • Rückstauklappe (Typ 2 oder 3 nach DIN EN 13564) einbauen: CHF 1'500 bis 3'500 • Fäkalienhebeanlage für Keller-WC komplett montieren: CHF 3'500 bis 7'000 • Kanalspülung und Druckprüfung der Hausentwässerung: CHF 600 bis 1'200 Zusatzaufwände entstehen bei Kernbohrungen durch Betondecken oder Erdarbeiten für Grundleitungen.

Schallschutz nach SIA 181: Ruhige Nächte trotz Abwasser

Abwassergeräusche (Rauschen, Plätschern) gehören zu den häufigsten Lärmbeschwerden in Wohnbauten. Die Norm SIA 181 schreibt Grenzwerte vor, die nur mit speziellen Werkstoffen erreicht werden. Zum Einsatz kommen schwere, mineralstoffverstärkte Kunststoffrohre (wie Geberit Silent-db20 oder Silent-PP) in Kombination mit körperschallentkoppelten Rohrschellen mit Gummieinlage. Wichtig ist, dass keine starren Verbindungen zum Baukörper entstehen.

Rückstauschutz nach DIN EN 13564: Keller vor Überflutung schützen

Bei Starkregen kann das öffentliche Kanalnetz überlastet werden, wodurch Abwasser in die Hausanschlussleitung zurückdrückt. Alle Ablaufstellen unterhalb der Strassenoberkante (Rückstauebene) müssen durch automatische Rückstauklappen oder Hebeanlagen geschützt sein. Nach DIN EN 13564 erfordert fäkalienhaltiges Abwasser (WC) eine Hebeanlage oder motorisierte Rückstausysteme; einfache Rückstauklappen sind nur für fäkalienfreies Grauwasser zulässig.

Belüftung von Fallsträngen: Schluss mit gluckernden Siphons

Wenn beim Betätigen der WC-Spülung das Wasser aus dem Lavabo-Siphon gesaugt wird und üble Kanalgerüche austreten, fehlt der Unterdruckausgleich. Jeder Fallstrang muss über das Dach entlüftet werden. Ist eine Dachdurchführung baulich nicht möglich, installieren Sanitärfachleute nach SN 592000 geprüfte Belüftungsventile, die Luft einströmen lassen, aber Gerüche zuverlässig zurückhalten.

Entscheidungshilfe & Praxistipps:

  • Prüfen Sie bei Souterrain- oder Kellerwohnungen, ob Rückstausicherungen existieren und jährlich gewartet werden.
  • Verlangen Sie bei Neubau oder Sanierung im Mehrfamilienhaus den schriftlichen Nachweis der SIA 181 Schallschutz-Grenzwerte.
  • Bauen Sie in Waschküchen im Untergeschoss stets bodenebene Abläufe mit Rückstauverschluss ein.
  • Lassen Sie verkrustete Guss-Abwasserleitungen vor einer Badsanierung per Kanal-Kamera auf Risse und Auswaschungen untersuchen.

Häufige Fragen (FAQ)

Wer haftet bei Kellerrückstau, wenn keine Rückstauklappe eingebaut war?

Der Gebäudeeigentümer haftet selbst. Gebäude- und Hausratversicherungen lehnen die Regulierung von Rückstauschäden regelmässig ab, wenn gesetzlich vorgeschriebene Rückstausicherungen gemäss SN 592000 fehlen oder nicht gewartet wurden.

Wie oft muss eine Hebeanlage gewartet werden?

Gemäss DIN EN 12056 müssen Hebeanlagen in Einfamilienhäusern mindestens einmal jährlich, in Mehrfamilienhäusern halbjährlich und in gewerblichen Bauten vierteljährlich durch einen Fachbetrieb inspiziert und gewartet werden.

Was ist der Unterschied zwischen Silent-Rohren und Standard-PVC?

Standard-Abwasserrohre (HT/PVC) sind dünnwandig und übertragen Schwingungen ungebremst auf Wände und Decken. Silent-Rohre besitzen eine hohe Materialdichte durch mineralische Füllstoffe und schlucken Luft- sowie Körperschall.

Warum gluckert der Abfluss nach dem Händewaschen?

Gluckern deutet entweder auf eine beginnende Rohrverstopfung hin, die den Querschnitt verengt, oder auf eine unzureichende Belüftung der Fallleitung, wodurch das abfliessende Wasser einen Unterdruck erzeugt.

Verwandte Leistungen & Themen:

Abwasserleitung & Entwässerung Offerte anfragen

Unverbindlich & direkt von einem qualifizierten Schweizer Fachbetrieb

Kostenlos und unverbindlich. Ihre Angaben werden an einen qualifizierten Sanitär- oder Spengler-Fachbetrieb in Ihrer Region weitergeleitet.